Politik beginnt sich für Schwedt zu interessieren...

baustus
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Re: Politik beginnt sich für Schwedt zu interessieren...

Beitrag von baustus » 02 Dez 2011, 18:07

hallo dessauer,

kannst du mir mal die tel. nr. oder email von der susann neufeldt mailen. das ist eine interessante sache an der ihr euch da beteiligt. gerade wenn es um schüler, jugendliche, schulverweigerer usw. geht.

gruss baustus

Steffen
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Re: Politik beginnt sich für Schwedt zu interessieren...

Beitrag von Steffen » 03 Dez 2011, 17:47

Hier der Extrakt aus dem Zusammentreffen von ehemaligen Insassen und Interessierten.
Einiges klingt wieder sehr fragwürdig. Gab es wirklich weibliche Aufseher ???
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Dessauer
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Re: Politik beginnt sich für Schwedt zu interessieren...

Beitrag von Dessauer » 03 Dez 2011, 19:53

Hallo Steffen,

ja, es gab eine weibliche Strafvollzugsangehörige, ich spre-
che hier ausschiesslich von der Zeit 1968 bis 1969. Was
in der Zeit danach war, kann ich nicht beurteilen.

Ich hatte ja schonmal angeregt, nun das von Dr. Wenzke
errichtete Faktengerüst mit dem Erlebten der Betroffenen
zum Leben zu erwecken, allerdings scheint mir das aus-
sichtslos, wenn Leute, die nicht im MSG oder in der DE
waren, dazu unqualifizierte Kommentare abgeben...

Schade eigentlich. Schade auch, dass die Leute, die in un-
mittelbarer Nähe leben nicht zu derartigen Veranstaltungen
erscheinen- so war es auch am 31. Mai dieses Jahres. Ist
es mangelndes Interesse?

Ein schönes Wochenende
Dessauer

Steffen
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Re: Politik beginnt sich für Schwedt zu interessieren...

Beitrag von Steffen » 04 Dez 2011, 17:45

Hallo Dessauer,
danke für die Auskunft. Ich hätte gedacht, dass man in einem durch und durch mit männlichen Strafgefangenen besetztem Gefängnis, weibliche SV - Angehörige, außen vorläßt. Damals unterstand ja das Militärgefängnis noch dem MdI. Aber wer weis, welche Vorschriften es dazu gegeben hat. Im medizinischem oder administrativem Bereich könnte ich mir so was vorstellen, aber im Vollzugsbereich ?

Schade eigentlich. Schade auch, dass die Leute, die in un-
mittelbarer Nähe leben nicht zu derartigen Veranstaltungen
erscheinen- so war es auch am 31. Mai dieses Jahres. Ist
es mangelndes Interesse?


Bei mir war es nicht Desinteresse, sondern die Zeit. Da ich in einem Schichtbetrieb arbeite, war es mir bisher nicht möglich an einer derartigen Veranstaltung teilzunehmen. Mich hat das auch sehr geärgert, aber leider war nichts zu machen. Deshalb habe ich wenigstens versucht, die Presse zu verfolgen, die sich zu diesen Ereignissen geäußert hat und habe die Beiträge eingestellt. Trotzdem streue ich mir Asche auf Haupt, das nächste Mal versuche ich dabei zu sein.
Gruß
Steffen

Dessauer
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Re: Politik beginnt sich für Schwedt zu interessieren...

Beitrag von Dessauer » 04 Dez 2011, 17:54

Hallo Steffen,

zur Ergänzung: die weibliche Angehörige des Strafvollzuges
war für die Effektenkammer zuständig, also eher im Ver-
waltungsbereich tätig.

Du solltest Dich nicht persönlich angeriffen fühlen, sorry,
wenn es so rübergekommen ist.

Gruß
Dessauer

phpbb
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Re: Politik beginnt sich für Schwedt zu interessieren...

Beitrag von phpbb » 09 Dez 2011, 13:44

die hatten Sex mit den Aufseherinnen und lustige Spitznamen für die Wärter.....muß ja in Schwedt ziemlich heiter zugegegangen sein.....
// Ironie aus ....

baustus
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Re: Politik beginnt sich für Schwedt zu interessieren...

Beitrag von baustus » 09 Dez 2011, 16:53

beim lesen des artikels hatte ich so meine probleme. gut,... schüler stellen andere fragen wie erwachsene und das ist gut so, dass kann schnell mal verlegen machen. grundsätzlich halte ich solche projekte für überaus wichtig. ... aber wenn man ein theaterstück/spiel über schwedt machen will, so geschieht das doch, weil man glaubt schwedt war mehr als ein historisches problem/militärgefängnis und auch weil viele (unteranderem ich) meinen, dass mehr zu tun ist, als die bisher meist "praktizierte" vergangenheitsbewältigung... die überschrift mit nva-knast, sex und in der mitte gelächter hätte ich anders gestaltet. manch ein ex-häftling könnte sich auf den gedanklichen schlips getreten fühlen. scheinbar hatten die verschiedenen jahrzehnte in schwedt gewaltige erlebnissunterschiede in so manchem: into the heart of ddrkness.


Steffen
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Re: Politik beginnt sich für Schwedt zu interessieren...

Beitrag von Steffen » 22 Feb 2012, 22:11

MOZ vom 22.02.2012
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Auix
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Re: Politik beginnt sich für Schwedt zu interessieren...

Beitrag von Auix » 23 Feb 2012, 16:20

Zu dem vorangestellten Zeitungsartikel über die Buchlesung von mir in den Uckermärkischen Bühnen Schwedt ist ein kleine Korrektur nötig:
1. Mein Buch "sonst kommst du nach Schwedt" ist inzwischen zu einer neuen, erweiterten und überarbeiteten Ausgabe geworden und zwar nicht mehr vom Greifenverlag (der ist inzwischen insolvent!), sondern im Verlag "Der Neue Morgen", auch aus Rudolstadt.
2. Inhaltlich war der Journalist wohl nicht ganz bei der Sache. Der Jux war bei der Mitteilung, dass ich verhaftet sei, schon zu Ende, und dies geschah natürlich schon in U-Haft, also nicht erst in Schwedt, wie es fälschlicherweise beschrieben wird.

Alles andere ist korrekt. Die Schwedter Bürger, auch die Jugend, sind sehr interessiert, was erfreulich ist. Das zeigte sich auch an der anschließenden langen Fragestunde am Ende. Es war ein erfolgreicher Abend.

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